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   Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt. “Das 'Hol' ihn der Teufel', das sich so häufig in scherzendem Unterton über unsere Lippen drängt, in unserem Unbewußten ist es ein ernsthafter, kraftvoller Todeswunsch.”Kant-Hegel-Marx-Adorno #“Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen.”Kant-Hegel-Marx-Adorno #“Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen.”Kant-Hegel-Marx-Adorno #“Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen.”Kant-Hegel-Marx-Adorno #“Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen.”Kant-Hegel-Marx-Adorno #“Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen.”

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Hegel-Religion

 Manfred Herok     2012

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Dieser Mangel der Kunst, daß der Gott von Menschen gemacht ist,
wird auch gewußt in den Religionen, wo dies die höchste Manifestation ist,
und es wird gesucht, ihm abzuhelfen, aber nicht objektiv, sondern auf subjektive Weise:
die Götterbilder müssen geweiht werden; von den Negern bis zu den Griechen werden sie geweiht, d. h. der göttliche Geist wird in sie hineinbeschworen.
Dies kommt aus dem Bewußtsein, dem Gefühl des Mangels; das Mittel,
ihm abzuhelfen, ist aber eine Weise, die nicht in den Gegenständen selbst enthalten ist, sondern von außen an sie kommt. Selbst bei den Katholiken findet solche Weihe statt, z. B. der Bilder, Reliquien usw. “

Hegel:  Ägyptischer Totenkult   >>>

 

Hegel
Philosophie der Religion

>>>

Es ist der ungeheure Irrtum unserer Zeiten gewesen, diese Untrennbaren als voneinander trennbar, ja selbst als gleichgültig gegeneinander ansehen zu wollen. So ist das Verhältnis der Religion zum Staate so betrachtet worden, daß dieser für sich sonst schon und aus irgendeiner Macht und Gewalt existiere und das Religiöse als das Subjektive der Individuen nur zu seiner Befestigung etwa als etwas Wünschenswertes hinzuzukommen hätte oder auch gleichgültig sei und die Sittlichkeit des Staates, d. i. vernünftiges Recht und Verfassung für sich auf ihrem eigenen Grunde feststehe.
Bei der angegebenen Untrennbarkeit der beiden Seiten hat es Interesse,
die Trennung bemerklich zu machen, die auf der Seite der Religion erscheint. Sie betrifft zunächst die Form, d. i. das Verhältnis des Selbstbewußtseins zu dem Inhalte der Wahrheit. Indem dieser die Substanz als inwohnender Geist des Selbstbewußtseins in seiner Wirklichkeit ist, so hat dieses die Gewißheit seiner selbst in diesem Inhalte und ist frei in demselben.”       >>>

escher01web

Aus Es soll Ich werden
Befreiungkampf der Seele:

Was wir daher bis zur Erreichung dieses Zieles zu betrachten haben, das ist der Befreiungskampf, welchen die Seele gegen die Unmittelbarkeit ihres substantiellen Inhalts durchzufechten hat, um ihrer selbst vollkommen mächtig und ihrem Begriff entsprechend zu werden,
- um sich zu dem zu machen, was sie an sich oder ihrem Begriffe nach ist, nämlich zu der im Ich existierenden sich auf sich beziehenden einfachen Subjektivität. ...   >>>

>>>Zizek begreift den Kern des Gesetzes, auch des Überich-Gesetzes, das unbedingte Forderungen ausspricht und demgegenüber man ständig schuldig wird, letzlich als den Imperativ "Genieße!".[“Sei Du Selbst”]<<< (Matthias Wallich   >>>)         Zizek

Und sind wir nicht heute “postmodern” in einer Situation, in der ein “protestantischer” Glaube an die Nicht-Erkennbarkeit Gottes uns einen Subjektivismus beschert hat, der uns geradewegs regrediert auf die magischen Beschwörungen der “Neger”, “Ägypter”, “Griechen” und “Katholiken”?
Sicher hatte Luther recht:  Die magische Beschwörung der Weihe der Hostie (durch priesterliche Autorität) ohne das konstituierende Moment des (subjektiven) Glaubens verfehlt ganz und gar die Befreiungslehre Christi. - Darum tobte der ganze 30-jährige Religionskrieg; Reformation und Gegenreformation.-.
Aber nun, in vollendeter Freiheit, wie sie dem Individuum als “Sei du Selbst” aufgegeben ist, ist ebenso die Selbstbeweihräucherung aufgetragen, als der ultimative “Geniesse!”-Befehl, der ein postdogmatisches, inhaltsfreies “Sapere aude” nicht etwa nur zulässt, sondern anordnet und unerbittlich verlangt.
Die leere Freiheit hat die Erlaubnis “Du darfst!” unmittelbar in ihr Gegenteil verwandelt: “DU Musst selbst entscheiden!” nämlich “frei!”    Nicht nur ohne jegliche dogmatische oder logische Substanz, sondern zwangsläufig dem “Sei du selbst!”-Befehl entsprechend, gegen jegliche Dogmatik und Logik. (Als “Fremdbestimmtes”).

Das ist die Bewegung, die in der “Leere der Lehre” statt hat und die die Moderne in die schamanistische Primitivität zurückgeführt hat.
Was z.B. leichtsinnig als “Qual der Wahl” ausgesprochen werden kann ist in der Tat die tragische Situation des modernen Subjekts, das dem Über-Ich-Befehl “Sei du-selbst”-”Geniesse!” bedingungslos unterstellt ist.
Dieser Befehl ist nicht etwa schwer erfüllbar, sondern er ist unmöglich zu erfüllen. Nicht etwa kann sich das Subjekt diesem Ideal der Freiheit nur schwerlich annähern, sondern jeder konkrete Versuch einer solchen annähernden Erfüllung ist nicht nur jeweils zum Scheitern verurteilt, sondern als “konkret” immer schon zum Scheitern verurteilt.
 (Je mehr es sich müht, desto schlimmer: Man mag es kaum sagen[weil´s ja jeder “weiss”]: Ein “Teufelskreis”)

Nur insofern lässt sich von “Postmoderne” reden:
Die Moderne war christlich- patriarchaisch  modern, dogmatisch, traditionalistisch.
Die wahre Moderne, “Postmoderne”, ist damit fertig.
Das erst ist ewige Moderne:  unbedingt als “Querdenker” zu sein.
Das erst ist die Anpassungsform des “Sei du selbst!”, die dieses neue Über-Ich permanent-unendlich erzwingt, mit der unbedingten Voraussetzung, nicht nur, dass es unerreichbar ist, sondern das jede Bemühung des Erreichens darum, die Schuld des Scheiterns unmittelbar erhöht.

Darum ist das Komische aller Mühen des Subjekts und seines Scheiterns wirklich tragisch.    »WEITER>

                                                                                               (M.Herok 2009)

 

Im wahrhaft Tragischen müssen berechtigte, sittliche Mächte von beiden Seiten es sein, die in Kollision kommen;
so ist das Schicksal des Sokrates.     »

“...doch muß das Komische in dieser Verwandtschaft wesentlich von dem Ironischen unterschieden werden.”    
>>>

Lacan:
Metapher und Genießen    >>>

G.W.F. HEGEL - Vorlesungen
über die Beweise vom Dasein Gottes.         >>>

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 Manfred Herok